Zwergpudel

Zwergpudel teilen sich nicht nur die lange Vergangenheit mit ihren größeren Brüdern, sonder auch die Herkunft: Der Zwergpudel stammt von Gebrauchshunden ab, die entweder als Hütehunde oder als Jagdgehilfen bei der Jagd auf Sumpfvögel eingesetzt wurden. Sie erhielten schon vor vielen hundert Jahren eine Löwenschur, das heißt, man schor ihnen das Hinterteil, damit sie sich im Wasser gut bewegen konnten, ließ aber an Kopf, Brust und an den Beinen das Fell stehen, um sie so vor der Kälte zu schützen.

Im Laufe der Zeit wandelte sich dieser Naturbursche allerdings zum Gesellschaftshund und hielt sich von nun an in den Salons von Adeligen auf. Für diese neue Aufgabe eigneten sich aber kleine Exemplare am besten. Um sein „Gebrauchsfell“ etwas weicher zu machen, kreuzte man ihn einfach
mit ein paar Spaniels.

Diese feine Gesellschaft liebte den Pudel: Er wurde parfümiert, frisiert…und als solchermaßen herausgeputzter Gefährte war er natürlich auch am französischen Königshof gerne gesehen. Weiße Hunde waren besonders beliebt, und die althergebrachte Löwenschur wurde verfeinert. Natürlich eroberten die hübsch anzusehenden Vierbeiner auch die Herzen so mancher Maler. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begab er sich dann auch ins Bürgerliche Leben.

Zu dieser Zeit begann man auch, den Pudel planmäßig zu züchten. Vorerst gab es ihn nur in einer Größe, die etwa der des heutigen Kleinpudels entspricht. 1896 wurde in München der erste Pudelclub gegründet, der sich zum Ziel setzte, die Ausbreitung des Pudels sowie das Verständnis für seine Reinzucht und sachgemäße Pflege zu fördern. Bis 1945 galt Deutschland als Herkunftsland der Rasse, dann erkannte die FCI Frankreich den Standard zu. Die angestrebten Farben waren einheitlich schwarz, weiß und braun, und man unterschied Woll- und Schnürenpudel. Gegen Ende der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts war dann aber der Idealtyp gefunden, der Zwergpudel. Man muss an dieser Stelle aber zugeben, dass der Übergang von Klein- zu Zwergpudel durchaus fließend ist. Er entstand nach dem zweiten Weltkrieg, bedingt durch die kleinen Nachkriegswohnungen.

Widerristhöhe: 28 – 35 cm
 

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